Wir haben die Wahl!

Am 20. Oktober 2019 ist es soweit: Wir haben die Chance, für eine politische Wende zu sorgen, einen grundlegenden Kurswechsel in Bezug auf Klima- und Tierpolitik anzustossen. Die letzten vier Jahre waren vier verlorene Jahre für die Klimapolitik und vier katastrophale Jahre für Tierschutzanliegen. Lasst uns nicht noch weitere Jahre verlieren, lasst uns jetzt mit wenig Aufwand viel bewirken, indem wir die richtigen Leute ins Parlament wählen! Dein Stimmzettel ist deine Stimme für die Tiere und in unserer Wahlempfehlung zeigen wir dir, wie du sie am effektivsten nutzt.

Es war nicht alles schlecht in den letzten vier Jahren. Es gab sinnvolle und progressive Vorstösse wie beispielsweise jene für ein Verbot von invasiven Primatenversuchen (Maya Graf, Grüne), einen Stopp der Subventionen für Fleischwerbung (Beat Jans, SP) oder ein Importverbot für tierquälerisch erzeugten Produkten wie Stopfleber (Matthias Aebischer, SP). Aufgrund der rechtsbürgerlichen Mehrheit wurden diese Vorstösse aber allesamt versenkt. Das soll sich mit deiner Hilfe in der kommenden Legislatur ändern!

Wir haben in unserer Wahlempfehlung analysiert, wer bei tierschutzrelevanten Vorlagen in den letzten Jahren zugestimmt hat und wer nicht. In die Analyse eingeflossen sind der Vorstoss für ein Verbot von subventionierter Fleischwerbung, die Motion für ein Verbot von Primatenversuchen und der Vorstoss für ein Verbot des Verklebens von Kuhzitzen bei Veranstaltungen. Die vollständige Liste, welche Parlamentarier*innen wie abgestimmt haben, findest du hier:

Abstimmungen Bisherige

Wir haben jeweils alle Politiker*innen, die mehr als dreimal tierfreundlich abgestimmt haben markiert.

Weiter haben wir in den grössten deutschsprachigen Kantonen zwei relevante Fragen bei Smartvote und Vimentis einbezogen und alle Kandidierenden herausgefiltert, die zu folgenden beiden Fragen “Ja” bzw. “Eher Ja” gesagt haben:

1) Sind sie für ein Verbot von Massentierhaltung? (Vimentis)
2) Sind sie für eine Verbesserung der Haltungsbedingungen in der Nutztierhaltung? (Smartvote)

Diese drei Faktoren sind gute Indikatoren dafür, wen wir wählen sollten und wer sich im Parlament für Tierschutzanliegen engagieren wird. Die Kandidierenden in deinem Kanton, die wir aufgrund der Analyse empfehlen können, findest du in der folgenden Übersicht:

Kantonale Auflistung Abstimmungen Kandidierende

Lesehilfe Vimentis:

  • gegen ein Verbot mit -100 bis -60
  • eher gegen ein Verbot von -60 bis -20
  • eher für ein Verbot 20 bis 60
  • für ein Verbot von 60 bis 100
  • Innerhalb dieser Bereiche wird noch nach Wichtigkeit unterschieden, welche die Kandidierenden dem Thema zuordnen.

 

Lesehilfe Smartvote:

  • dagegen -100
  • eher dagegen mit -50
  • eher dafür mit 50
  • dafür mit 100

Ganz speziell ans Herz legen möchten wir euch folgende Personen, die sich seit Jahren für Tiere einsetzen, Botschafter der Massentierhaltungsinitiative sind oder seit langem Sentience Politics unterstützen. In der obigen Auflistung sind sie jeweils nochmals markiert. Bitte zwei mal auf jede Liste!

Bastien Girod (Grüne, ZH)
Balthasar Glättli (Grüne, ZH)
Beat Jans (SP, BS)
Daniel Jositsch (SP, ZH) in den Ständerat!
Jonas Ammann (Grüne, SO)
Maya Graf (Grüne, BL)
Meret Schneider (Grüne, ZH)
Johannes Leutenegger (glp, SG)
Flavio Rump (glp, ZH)
Michael Frauchiger (SVP, ZH)
Stefan Hofer (SVP, BE)

Und last but not least:

Keine Partei und vermutlich kein*e Kandidat*in wird komplett den eigenen Wünschen entsprechen. Es gibt immer Themen, in denen die eigene Meinung von der Parteimeinung abweicht, darum ist es wichtig, die Themen, die einem am Herzen liegen, zu priorisieren. Zur Zeit ist die überwiegende Mehrheit nicht bereit, das Tierwohl zu verbessern, selbst wenn noch nicht einmal Kosten damit verbunden sind – das hat die vergangene Legislatur gezeigt. Die Stimme der Tiere ist praktisch inexistent und trotz Aufwind für viele Umweltanliegen äussert sich kaum jemand zu den Bedürfnissen der Tiere und deren Gewichtung. Wer nicht wählt, weil ihm/ihr niemand komplett zusagt, die Kandidierenden zu wenig konsequent und vielleicht in einigen Themen nicht mit der eigenen Meinung übereinstimmen, ist nicht neutral. Eine Enthaltung ist nicht neutral, sondern unterstützt die aktuell stärkere Seite. Und die aktuell stärkere Seite hat momentan leider keine Stimme für die Tiere.

Deshalb braucht es uns hier. Denn ohne uns wird sich nichts ändern. Für ein tierfreundlicheres Parlament und eine gute Umsetzung der Massentierhaltungsinitiative!


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