Warum Sentience Politics?

Sentience Politics setzt sich auf politischer Ebene für das Wohl aller empfindungsfähigen Wesen ein. “Sentience” bezeichnet das Bewusstsein bzw. die Empfindungsfähigkeit – und insbesondere die Fähigkeit, Glück und Schmerz, Freude und Leid zu empfinden. Neben Menschen besitzen auch nicht-menschliche Tiere diese Fähigkeit. Sie begründet wesentlich, warum wir von Rechten profitieren können und in ihrer Abwesenheit geschädigt werden. “Sentience” bzw. Bewusstsein oder Empfindungsfähigkeit ist daher auch politisch von zentraler Bedeutung. Das grundlegende Ziel des Projekts Sentience ist es, Strukturen zu verändern, die unnötiges Leid erzeugen.

Weil das Leid und die Interessen aller zählen, ist Sentience Politics bestrebt, für möglichst viele eine positive Wirkung zu erzielen, heute und in Zukunft. Unsere Ressourcen sind limitiert, so dass ein rationales Vorgehen entscheidend ist: Wie können wir bei gegebenen Ressourcen für möglichst viele empfindungsfähige Wesen eine möglichst grosse positive Wirkung erzielen?

Eine vielversprechende Strategie zur Lösung dieses Problems besteht darin, nach „Synergiepunkten“ zu suchen: An welchen Punkten können wir mit unserem Handeln mehrere (möglichst grosse) Probleme auf einen Schlag lösen oder eindämmen?

Eine weitere Strategie fragt danach, welche Punkte momentan relativ vernachlässigt werden: Fliessen in einen Bereich bereits viele Ressourcen, ist der Grenznutzen weiterer Ressourcen dort in der Regel kleiner als in Bereichen, in denen erst wenig geschieht (bei sonst gleichen Umständen).

Unter beiden Aspekten drängt sich aktuell der Ernährungsbereich als Synergiepunkt auf: Die negativen Auswirkungen des Tierkonsums für die Menschen sind zahlreich-beträchtlich (Ressourcenverschwendung, Hunger, Klimawandel, Gesundheit) und das Leid sogenannter „Nutztier“ ist von enormem Ausmass. Gleichzeitig wird der Ernährungsbereich vergleichsweise krass vernachlässigt: Im Zusammenhang mit der „Nachhaltigkeit“ ist von vielen Dingen die Rede, aber selten ernsthaft von der Ernährung – obwohl in diesem Bereich mit dem geringsten Aufwand die grösste Wirkung erzielt werden könnte.

Sentience Politics ist daher aktuell bestrebt, auf diese systematische Irrationalität hinzuweisen und die pflanzliche Ernährung zu fördern. Das Positionspapier „Nachhaltige Ernährung 2020“ führt die Argumente aus und nennt viele mögliche Massnahmen. Über Ihre Unterstützung freuen wir uns – mit allen empfindungsfähigen Wesen – sehr. Sie ermöglicht unsere Arbeit und die Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen.


NEWSLETTER

Wir halten Sie über unsere Aktivitäten und aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden.

UNTERSTÜTZEN SIE UNS