Ort

Basel

Politische Ebene

Kanton

Benötigte Unterschriften

3000

Zeitraum

18 Monate

Status

Eingereicht

Medienberichte

105

Als Gesellschaft wurde uns in den letzten Jahrzehnten eine Art zu essen angewöhnt, welche die Klimaerwärmung vorantreibt, den Welthunger und die Wasserknappheit verschärft, ungesund ist und den Verfassungsgrundsatz des Tierschutzes verletzt. Das ethisch-politische Problem besteht dabei hauptsächlich im hohen Konsum tierlicher Nahrungsmittel. Deshalb besteht auch die rationale Lösung maßgeblich in der Förderung der pflanzlichen Ernährung. Mit dieser Initiative in Basel-Stadt verfolgen wir dies mit einem liberalen Ansatz, der die pflanzliche Küche stärkt ohne zu bevormunden.

Initiativtext

Das Umweltschutzgesetz des Kantons Basel-Stadt wird wie folgt geändert:

V. (neu) Umweltbelastungen durch die Ernährung

§ 19d Förderung der pflanzlichen Ernährung

1 Der Kanton erstellt ein Leitbild zur Förderung einer vermehrt pflanzlichen Ernährung. Darin sind die Auswirkungen des Tierproduktekonsums auf das Klima, den Ressourcen- und Landverbrauch, die Gesundheit und das Tierwohl aufzuzeigen. Das Leitbild gibt Empfehlungen zur Senkung des Konsums von Tierprodukten und zur Erhöhung des Anteils vegetarischer und veganer Menüs ab.

2 Der Kanton ergreift geeignete Massnahmen, um in den Verpflegungseinrichtungen öffentlich-rechtlicher Anstalten sowie weiterer Verwaltungsträger den Absatz vegetarischer und veganer Menüs zu fördern.

3 Der Kanton schafft geeignete Anreize dafür, dass sich Köchinnen und Köche in der Zubereitung vegetarischer und veganer Gerichte weiterbilden und sorgt im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür, dass Schülerinnen und Schüler sowie Hauswirtschaftslehrpersonen mit der Zubereitung vegetarischer und veganer Gerichte vertraut werden.

4 Der Kanton weitet in den Verpflegungseinrichtungen öffentlich-rechtlicher Anstalten sowie weiterer Verwaltungsträger das vegetarische und vegane Ernährungsangebot aus und führt in Verpflegungseinrichtungen, die mehr als ein Menü zur Auswahl haben, zusätzlich ein tägliches veganes Menü ein.

5 Der Kanton sorgt dafür, dass die Forderungen und Massnahmen gemäss Abs. 1 bis 4 spätestens zwei Jahre nach Annahme der Initiative verwirklicht sind.

Positionspapier


Aktuelles

Unsere Initiativen in Zürich und Basel sind zustande gekommen!

Es ist geschafft! Die historisch ersten pro-veganen Volksinitiativen sind zustande gekommen! Mit 3’047 (Zürich) bzw. 3’085 (Basel) gültigen Unterschriften wurden unsere Initiativen „für nachhaltige und faire Ernährung“ erfolgreich an den Stadtrat Zürich bzw. den Regierungsrat Basel-Stadt überwiesen. In rund 2 Jahren werden die Zürcher/innen und Basler/innen damit vielleicht erstmals in der Geschichte der Demokratie über […]

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Pflanzliche Ernährung: Vorschrift oder Chance?

Am 2. Dezember organisierte Sentience mit Tier im Fokus (TIF) eine Podiumsdiskussion zum Thema “Pflanzliche Ernährung: Vorschrift oder Chance?”, die nun auch online verfügbar ist. Diskutiert wurde u.a.:  Wie zuverlässig arbeiten Schlachthöfe? Was sind die Folgen der Fehlerraten? Wie werden Kühe und Schweine heutzutage gehalten? Ist es legitim, Tiere zu züchten, mästen und töten? In der Forschung […]

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Medien

Pressekonferenz zur Lancierung Medienkontakt  
 

Prominente Unterstützerinnen und Unterstützer

Diese Persönlichkeiten unterstützen unser Positionspapier „Nachhaltige Ernährung“, das die Grundlage für diese Initiative bildet.

Team Member Portrait

Moritz Leuenberger | Ehemaliger Bundesrat

«Diskussionen über Ernährung enden oft in emotionalen Glaubensbekenntnissen. Mit tatsächlichen Zusammenhängen zwischen Fleischproduktion, Wassermangel und Armut können Vegetarier rationaler argumentieren. Und die Herzen der Gegner überzeugen sie am besten mit dem eigenen guten Beispiel.»

Team Member Portrait

Jean Ziegler | Soziologe und Beauftragter des UNO-Menschenrechtsrats

«Die Initiative ist von grosser Wichtigkeit für die Förderung der öffentlichen Gesundheit und den Kampf gegen die verheerenden Folgen der heutigen industriellen Nahrungsmittelproduktion.»

Team Member Portrait

Irmi Seidl | Ökonomin und Autorin

«Im Text „Nachhaltige Ernährung“ hat Sentience Politics zahlreiche eindrückliche Argumente für eine stärker pflanzlich ausgerichtete Ernährung zusammengetragen. Eine solche Ernährung lässt alle gewinnen.»

Team Member Portrait

Jürg Grossen | Nationalrat (glp)

«Für 1kg Rindfleisch braucht es rund 10kg Getreide und Soja und über 15 000 Liter Wasser. Ein Kraftwerk mit ähnlich tiefem Effizienzgrad hätte man schon längst abgestellt.»

Team Member Portrait

Bastien Girod | Nationalrat (Grüne)

«Der einzige Grund, warum ich nicht so oft pflanzlich esse, wie ich möchte, ist der, dass ich nicht genug “genudgt” werde. Dieses Problem lässt sich mit der Erweiterung des pflanzlichen Angebotes lösen.»

Team Member Portrait

Mattea Meyer | Nationalrätin (SP)

«Der Kapitalismus zerstört in vielfacher Hinsicht unsere Lebensgrundlage. Ich unterstütze deshalb Ansätze, welche die Ausbeutung von Menschen und Natur verringern oder gar verhindern.»

Team Member Portrait

Beat Jans | Nationalrat (SP)

«Wenn wir den Anteil des Fleisches in unserer Nahrung senken, leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die natürlichen Ressourcen effizienter zu nutzen. Das ist ein Gebot der Stunde.»

Team Member Portrait

Ignazio Cassis | Nationalrat und Fraktionschef (FDP)

«Ökologische Häuser, ökologische Autos und ökologischer Abfall. Was fehlt noch? Das ökologische Menü! Um einen gesunden Planeten und unser Leben zu erhalten.»

Team Member Portrait

Markus Wild | Philosophieprofessor und Mitglied der Eidgenössischen Ethikkommission (EKAH)

«Ein Ethiker verbietet den Menschen nicht, Fleisch zu essen. Ethik funktioniert nicht über Verbote, sondern über Argumente: Ist man ein rationales Wesen, dann auferlegt man sich ein bestimmtes Verhalten selber, weil man die Gründe dafür einsieht. Kein Fleisch zu essen, muss schlicht normaler werden.»

Team Member Portrait

Jaël Malli | Musikerin (Ex-Lunik)

«Ich finde den Ansatz von Sentience super; statt zu predigen zu informieren und vor allem dafür zu sorgen, dass es in der Öffentlichkeit mehr Speisen ohne tierisches Eiweiss gibt. Wenn ich in einer Bäckerei ein veganes Sandwich entdecke, mache ich jedes Mal innerlich einen Luftsprung.»

Team Member Portrait

Andreas Hänni | Eishockey-Profi

«Neue Studien legen nahe, dass pflanzliches Eiweiss für den Menschen wesentlich besser ist als tierliches. Der Mensch braucht zum Leben keineswegs Fleisch.»

Team Member Portrait

Roland Wiederkehr | Politiker und ehem. Leiter WWF

«Die Schweiz importiert jedes Jahr 250 000 Tonnen Soja. 80% davon wird dem Schweizer Vieh verfüttert. Das Soja kommt zum grössten Teil aus Südamerika – in den letzten 10 Jahren hat sich die Anbaufläche dafür verdoppelt: Immer schneller wird dazu der Tropenwald gerodet. Fazit: Wer den Tropenwald wirklich schützen will, muss weniger Fleisch essen.»

Team Member Portrait

Katy Winter | Musikerin und Marketing/PR-Leiterin

«Die emotionsgeladene Diskussion zum Thema: Sind wir Menschen Fleischesser oder nicht? – ist völlig irrelevant. Die Sachlage ist prekär genug, um zu erkennen, dass ein Wandel notwendig ist. Entweder durch Gesetze oder Disziplin und Mitgefühl. Ich wünschte Letzteres wäre realistisch.»

Team Member Portrait

Philip Hochuli | Vegankoch

«Die pflanzliche Küche begeistert mit ihren enormen kulinarischen Qualitäten eine immer grössere und breitere Masse von Menschen. Dass sie dabei Aspekte wie Umweltschutz, gesundheitliche Vorteile und Tierschutz kombiniert, macht sie zu etwas Einzigartigem, das es verdient, auch politisch gefördert zu werden.»

Team Member Portrait

Dr. Anton Rotzetter | Theologe und Autor

«Das Sentience-Positionspapier “Nachhaltige Ernährung” zeigt auf, dass im Tierbereich einige der drängendsten Probleme angegangen werden können und ist schwer widerlegbar.»


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