Nachhaltige Landwirtschaft trotz Bevölkerungswachstum – realistisch oder utopisch?

Am 2. März fand im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche der Zürcher Hochschulen eine Podiumsdiskussion zum Thema nachhaltige Landwirtschaft und Bevölkerungswachstum statt, deren Aufzeichnung nun veröffentlicht wurde. – Einige der Themen, die besprochen wurden:

Gentech ja oder nein? Der ETH-Pflanzenbiotechnologe Wilhelm Gruissem sprach sich dafür aus, Tina Goethe von Brot für alle dagegen. Gentech hat an sich wohl ein hohes positives Potenzial, doch die Businesspraktiken von Gentech-Unternehmen sind oft fragwürdig. Der Bio-Branchenvertreter Daniel Bärtschi hat die Bio-Produkte angespriesen – doch wie viel bewirkt Bio tatsächlich? Die Daten scheinen positiv, aber nicht berauschend.

Sentience-Vertreter Adriano Mannino hat sich für eine massive Reduktion des Fleischkonsums aus einer Vielzahl von ökologischen Nachhaltigkeitsgründen ausgesprochen. Tina Goethe stimmte zu, Wilhelm Gruissem meinte, als Professor würde er vegane Menüs in der Unimensa begrüssen und konsumieren, und Daniel Bärtschi schien auch nicht abgeneigt.

Während der Fragerunde rief jemand ins Publikum: „Wer geht heute denn nun nach Hause und wird tatsächlich Vegetarier?“ Das ist in der Tat die Frage. Oder besser: Und wer engagiert sich nun – mit grosser Hebelwirkung – für gesellschaftliche Veränderungen in diesem Bereich?

Die Tierethik kam etwas kurz. Im Zusammenhang „Nachhaltigkeit und Bevölkerungswachstum“ wurde in der Fragerunde erwähnt, dass die nicht-menschlichen Tiere in der globalen Bevölkerung ja im Grunde die Mehrheit stellen. In der Tat: Neben der gesellschaftlichen Trägheit im ökologischen Bereich – bei der faktischen Dringlichkeit! – liefert die Tierethik ein ebenso starkes Argument für konsequente Food-Veränderungen.

Auf dem Podium diskutierten:


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