Die industrielle Tierhaltung ist ein wachsendes globales Problem hinsichtlich Tierschutz, Umweltverträglichkeit und menschlicher Gesundheit. Kultiviertes Fleisch könnte hierfür eine mögliche Lösung sein. Dabei wird in einer kontrollierten Umgebung unter Verwendung von Zellkulturen tierliches Gewebe ohne Verwendung eines vollständigen Organismus gezüchtet. Die Aufzucht und das Töten von Tieren für Nahrungsmittel wäre damit überflüssig. Dieser Ansatz hat daher das Potential, alle Kriterien einer humanen, nachhaltigen und gesunden Form der Fleischproduktion zu erfüllen. Bevor kultiviertes Fleisch wettbewerbsfähig sein kann, müssen allerdings viele wissenschaftliche, technische, kulturelle und regulatorische Herausforderungen überwunden werden. Der Mangel an finanzieller Förderung ist derzeit das größte Hindernis für die weitere Entwicklung, da zunächst beträchtliche Summen investiert werden müssen, um schließlich wirtschaftlich rentable Preise zu erzielen. Deshalb setzen wir uns für eine stärkere finanzielle Förderung von Projekten in diesem Bereich ein. Hierzu zählen: Forschung und Entwicklung notwendiger Technologie, Förderung von faktenbasierter öffentlicher Diskussion über kultiviertes Fleisch und die gesellschaftlichen Auswirkungen sowie die schließliche Vermarktung der Endprodukte.

Andere Versionen

Einleitung

In der industriellen Tierhaltung werden jedes Jahr mehrere Milliarden empfindungsfähiger Tiere1 für die Fleischproduktion aufgezogen. Momentan stellt dies die Hauptursache für menschliche Pandemien2,3,4,5 dar und zählt vermutlich zu den größten Quellen für vom Menschen verursachtes Leid.6,7,8 Diese moralische Katastrophe einzudämmen, sollte deshalb von größter Bedeutung sein; besonders für alle, die anstreben auf effektive Weise so vielen empfindungsfähigen Wesen wie möglich zu helfen.9,10,11,12,13 Darüber hinaus trägt die Massentierhaltung zum Klimawandel bei und verschwendet eine beträchtliche Menge begrenzter Ressourcen wie Land und Wasser.14

Idealerweise würde eine Lösung dieser Herausforderung den weltweiten Wandel hin zu einem vegetarischen Lebensstil einschließen. Allerdings ist eine solche Veränderung innerhalb der kommenden Jahrzehnte sehr unwahrscheinlich. Die meisten Menschen legen großen Wert auf Fleisch aufgrund von Geschmack, Nährwert und Tradition. Deutlich wird dies teilweise am signifikanten Anstieg des globalen Fleischkonsums im letzten halben Jahrhundert – ein Trend, der stark mit der wirtschaftlichen Entwicklung von Schwellenländern zusammenhängt.15,16,17 Auch wenn die Zahl der Vegetarierinnen und Vegetarier in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen ist, so verblasst dieses Wachstum im Vergleich zur weltweiten Nachfrage nach Fleisch, welche laut Schätzungen bis zum Jahr 2050 um 73% steigen wird.18 Trotz mehrerer Jahrzehnte kostenintensiver Entwicklungen konnten pflanzliche Alternativen Fleisch bisher nicht in ausreichendem Maße ersetzen.19 Die Entwicklung eines leidfreien und umweltfreundlichen Ersatzes, der mit Fleisch aus der Tierhaltung konkurrieren kann, wäre daher ein großer Fortschritt.

Kultiviertes Fleisch könnte ein solcher innovativer Ersatz sein, bei dem Fleisch aus tierlichen Gewebeproben hergestellt wird. Im Gegensatz zu konventionellen Methoden der Fleischproduktion – inklusive Zucht, Aufzucht, Fütterung und Schlachtung lebender Tiere – wird für die Herstellung von kultiviertem Fleisch eine Zellprobe verwendet, um in einer kontrollierten Umgebung Gewebe wachsen zu lassen. Hierfür werden biotechnologische Methoden angewendet, die ursprünglich für die medizinische Forschung und Organtransplantationen entwickelt wurden. Befürworter/innen von kultiviertem Fleisch argumentieren, dass diese Technologie das Potential hat, konventionelles Fleisch zu ersetzen. Tatsächlich scheint kultiviertes Fleisch enorme Vorteile hinsichtlich Tierschutz20,21, Umweltverträglichkeit22,23,24 und menschlicher Gesundheit zu bieten.

Über die Technologie, Fleisch für den menschlichen Verzehr außerhalb eines vollständigen, lebenden Organismus zu produzieren, wird bereits seit 1931 spekuliert.25 Erste Machbarkeitsnachweise gibt es jedoch erst seit ungefähr fünfzehn Jahren.26 Die Technologie ist allerdings noch immer experimentell und war bisher auf die Produktion weniger verarbeiteter Fleischprodukte zu demonstrativen Zwecken im Labor beschränkt.27,28 Die aktuelle Forschung ist nun auf die Verbesserung der Produktionsmethoden fokussiert, um die Kosten zu minimieren, die Skalierbarkeit zu verbessern und die Abhängigkeit von tierlichen Produkten zu minimieren.

In dem vorliegenden Positionspapier wird zunächst die Motivation für die Entwicklung von tierfreien Fleischprodukten vorgestellt. Anschließend werden die ökologischen, ökonomischen und gesundheitlichen Auswirkungen sowie zentrale ethische Gesichtspunkte diskutiert. Abschließend werden auf Grundlage der dringendsten Herausforderungen bezüglich der öffentlichen Akzeptanz und technischen Machbarkeit der Produktion Empfehlungen formuliert.

Auswirkungen der aktuellen landwirtschaftlichen Fleischproduktion

Umwelt

Treibhausgasemissionen: Als Hauptursachen für den Klimawandel werden normalerweise Verkehr und Wohnen diskutiert. Hierbei wird jedoch ein weiterer entscheidender Faktor außer Acht gelassen: Der UN Food and Agriculture Organisation (FAO) zufolge ist die Massentierhaltung für 14,5% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.29 Demnach ist sie ebenso schädlich für die Umwelt wie der gesamte weltweite Verkehrssektor, der ebenfalls ca. 15% der Emissionen ausmacht.30 Methan, dessen Treibhauspotential fünfundzwanzig Mal größer ist als das von Kohlendioxid31, ist verantwortlich für 44% der Emissionen aus der Massentierhaltung. Der Großteil entsteht dabei als natürliches Nebenprodukt des Verdauungsprozesses von Wiederkäuern wie Kühen, Schafen und Ziegen. Laut des United Nations Environment Programme (UNEP) ist eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mindestens 50% bis 2050 notwendig, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden.32 Eine Verminderung der Emissionen aus der tierlichen Landwirtschaft könnte dazu einen erheblichen Beitrag leisten.

Ineffiziente Nutzung von Ressourcen: Die Tierhaltung nimmt 70% des Ackerlandes der Welt und somit 30% der Erdoberfläche ein.33 Denn die Umwandlung von Futter in Energie und Proteine ist bei Tieren in der Landwirtschaft sehr ineffizient: Kühe wandeln beispielsweise weniger als 5% der zugenommenen Proteine in verzehrbares Fleisch um.34 Darüber hinaus werden für die Produktion von 1kg Rindfleisch über 15.000l Wasser benötigt, wenn man alle Schritte im Produktionsprozess berücksichtigt.35,36

Wasserverschmutzung: In der Massentierhaltung wird sehr viel Wasser für die Futtermittelproduktion, die Aufzucht von Tieren und die Säuberung der Anlagen verbraucht. Aus Gülle aufbereitetes Wasser ist derzeit für 33% der globalen Stickstoff- und Phosphorverschmutzung verantwortlich. Darüber hinaus lassen sich 50% der Antibiotikarückstände und 37% der giftigen Schwermetalle ebenfalls auf diese Prozesse zurückführen. Außerdem trägt die Futtermittelproduktion zur Wasserverschmutzung bei, da beispielsweise rund 37% der Pestizide, die im Wasserhaushalt enden, der landwirtschaftlichen Tierhaltung entstammen.37

Menschliche Gesundheit

Übertragung von Infektionskrankheiten: Tiere in der Landwirtschaft stellen ein erhebliches Krankheitsrisiko für den Menschen dar. Rund 60% aller bekannten menschlichen Krankheiten und 75% der schädlichsten Krankheiten sind ursprünglich Zoonosen (d.h. durch Tiere übertragen).38,39 Die meisten aktuell besorgniserregenden Erreger – wie BSE (Bovine spongiforme Enzephalopathie) und alle Formen des Influenzavirus wie z.B. Schweine- oder Vogelgrippe – werden besonders durch Tiere in der Landwirtschaft übertragen.40,41 Die erhöhte Nachfrage nach tierlichen Produkten hat bereits zur Intensivierung der landwirtschaftlichen Tierhaltung geführt42,43 und eine Fortsetzung des Trends als Folge der Befreiung von Millionen von Menschen aus der Armut ist zu erwarten.44 Dadurch steigt das Risiko für die Übertragung zoonotischer Krankheiten, sowohl von Tieren in der Landwirtschaft auf den Menschen als auch unter den Tieren selbst, weiter stark an.45,46

Antibiotikaresistenz: In der Nutztierhaltung werden Antibiotika in subtherapeutischen Dosen großflächig eingesetzt. Denn sie fördern das Wachstum der Tiere und dienen als günstige, präventive Maßnahme der Biosicherheit, die das bereits genannte Problem der vermehrten Krankheitsübertragung bewältigen soll. Jedoch führt diese Praxis nicht nur zu erheblichen Antibiotikarückständen im Wasserkreislauf47, sondern wird mittlerweile auch als Hauptursache der weltweiten Zunahme von antimikrobiell-resistenten (multiresistenten) Erregerstämmen betrachtet.48,49,50 Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt diese Entwicklung als eine der größten Bedrohungen der globalen Gesundheit ein.51,52,53

Tierschutz

Nicht-menschliches Empfindungsvermögen: In der Wissenschaft besteht ein breiter Konsens über das Empfindungsvermögen nicht-menschlicher Tiere und ihre Fähigkeit zu leiden.54 Dies wurde auch in der EU-Gesetzgebung offiziell anerkannt.55 Die gegensätzliche Ansicht, dass bewusstes Erleben nur in menschlichen Gehirnen möglich ist, wird durch aktuelle Erkenntnisse nicht gestützt.56,57 Demnach ist jedes unnötige Leid, das Tieren entweder durch direkte Handlungen oder Vernachlässigung zugefügt wird, moralisch unhaltbar und muss beendet werden.

Leid in der industriellen Tierhaltung: Die industrielle Haltung von Tieren ist unausweichlich mit der systematischen Missachtung des Tierwohls verbunden.58,59,60 Die hohe Nachfrage verbunden mit Ineffizienzen bezüglich Land- und Nahrungsressourcen61,62 schafft starke Anreize für Landwirte alle Aspekte der Produktion kostengünstiger zu gestalten. Das Wohlbefinden der Tiere zu wahren, ist oftmals zeitintensiv und nicht zwingend erforderlich, um Fleischprodukte zu produzieren und zu vermarkten. Deshalb werden Tierschutzmaßnahmen in der industriellen Haltung häufig auf ein absolutes Minimum reduziert oder weitgehend ignoriert.63,64,65,66,67,68,69,70 Masthühner, die so gezüchtet wurden, dass die Tiere krankhaft fettleibig sind und schnell heranwachsen, veranschaulichen diesen Trend. In der industriellen Fleischproduktion sind diese Vögel oftmals lebenslangem Leid ausgesetzt.71,72 Ihre Beine geben unter ihrem Gewicht nach 73,74 und durch schlecht belüftete, überfüllte bzw. enge Ställe leiden sie meist an chronischen Schmerzen.75

Geringer Rechtsschutz: Trotz Richtlinien von UN und EU, die den Tierschutz gewährleisten sollen76,77 ist die tatsächliche nationale Gesetzgebung oftmals schwach bzw. wird kaum durchgesetzt.78,79 Geltende Gesetze werden von den Produzenten oftmals missachtet.80 Allein in Europa sind 80% aller Ferkel routinemäßig schmerzhaften Verstümmelungen wie Ringelschwanz-Amputationen und Kastrationen ausgesetzt — beides ohne Betäubung.81,82 Solche Maßnahmen ignorieren EU-Richtlinien, die von den Mitgliedsstaaten fordern, dass sie „… die Tierschutzvorgaben in vollem Umfang einhalten sollen, da Tiere empfindungsfähige Wesen sind“. Darunter fällt notwendigerweise sie vor Schmerz, Verletzungen, Unbehagen und Not zu bewahren.83 Es ist jedoch nicht unüblich für große Fleischproduzenten, öffentliche Kontrollen ihrer Betriebe und Schlachthäuser zu verweigern. Daher verdanken wir heutige Erkenntnisse über die Zustände in der Fleischindustrie zum großen Teil den Recherchen von Tierschutzorganisationen, die entweder verdeckt84,85 oder in Kooperation mit Dienstleistern86 Missstände aufdecken.

Kultiviertes Fleisch im Vergleich

Umweltbelastung

Ressourceneffizienz: Das Bewerten der Ressourceneffizienz von noch nicht vorhandenen industriellen Prozessen ist schwierig und erfordert das Aufstellen informierter Hypothesen, von denen sich später viele möglicherweise als falsch herausstellen werden. Die resultierenden Zahlen sind daher mit hoher Unsicherheit behaftet und sollten entsprechend behandelt werden. Lebenszyklusanalysen haben bislang prognostiziert, dass für kultiviertes Fleisch rund 99% weniger Land genutzt und 82–96% weniger Wasser verbraucht werden würde als für Fleisch aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung.87 Spätere Analysen schätzen den Energieverbrauch aufgrund der hohen Anteile an elektrischer Energie um einiges höher ein, da ausreichend Wärme für den Kultivierungsprozess gewährleistet werden muss.88 Insgesamt ist dennoch zu erwarten, dass die Produktion von kultiviertem Fleisch ressourceneffizienter sein wird als die landwirtschaftliche Tierhaltung, auch unter Berücksichtigung von Voraussagen über zukünftigen Fleischkonsum.89

Umweltverschmutzung: Die bereits genannten Lebenszyklusanalysen schätzen, dass durch kultiviertes Fleisch 78–96% weniger Treibhausgasemissionen (THG) als bei konventioneller Produktion entstehen würden.90 Würde man also die gesamte Fleischproduktion durch kultiviertes Fleisch ersetzen, ließen sich so die EU-Emissionen um zwei Größenordnungen reduzieren.91 Aber auch diese Zahlen sind spekulativ und sollten als solche behandelt werden. Darüber hinaus würde die Herstellung von Fleisch ohne vollständige Organismen die Düngemittelentsorgung und -wirtschaft, inklusive Güllelagunen als hochproblematische Verschmutzungsquellen, hinfällig machen.92 Stattdessen würden kontrollierte Filtrationssysteme bei der Produktion von kultiviertem Fleisch die Schadstoffbelastung der Umwelt minimieren.93

Menschliche Gesundheit

Sterile Herstellung: Aufgrund des sterilen und streng kontrollierten Umfeldes ist die Herstellung von Fleisch aus Zellkulturen sicherer als die konventionelle Produktion in der landwirtschaftlichen Tierhaltung.94 Da keine lebenden Tiere direkt bei der Herstellung involviert sind, werden konventionelle Risiken von zoonotischen Infektionen vermieden.95,96,97 Der aktuell einzige Hersteller von kultiviertem Fleisch berichtet, dass während der Produktion auch keine Antibiotika benötigt werden.98 In Übereinstimmung mit gegenwärtigen medizinischen Standards muss tierliches Gewebe aus Biopsien auf Infektionserreger getestet werden, bevor es für die Produktion von kultiviertem Fleisch verwendet werden darf. So ist das kultivierte Produkt gegenüber dem konventionellen sicherer hinsichtlich Lagerung, Aufbereitung und Konsum.

Zusammensetzung des Endprodukts: Die strenge Kontrolle während der Herstellung ermöglicht wesentliche Veränderungen am Produkt, die gegenwärtig in der konventionellen Fleischproduktion nicht umsetzbar sind.99 In Bezug auf die Nährstoffzusammensetzung, den Geschmack und die Konsistenz steht ein breites Spektrum an Modifizierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese werden beispielsweise durch Kokulturen mit anderen Zelltypen oder die Hinzugabe von Zusatzstoffen während der Kultivierung ermöglicht.100 Genetische Veränderungen101 könnten für denselben Zweck genutzt werden, laufen jedoch Gefahr, von Konsumenten/innen aufgrund öffentlicher Bedenken bezüglich der Sicherheit von Gentechnik abgelehnt zu werden.

Kommerziell

Produktsicherheit: Es ist nahezu unmöglich, kultiviertes Fleisch außerhalb einer sterilen Umgebung herzustellen. Daher könnte es für viele Konsumenten/innen, die um Lebensmittelsicherheit besorgt sind, eine willkommene Alternative darstellen.102 So sind ungefähr 65% von europäischen Konsumenten/innen aufgrund biologischer Risiken beunruhigt (Kontamination durch Antibiotika und Zoonosen) und könnten kultiviertes Fleisch daher gegenüber anderen Optionen bevorzugen.103 Allerdings zeigen die gleichen Studien, dass Konsumenten/innen bezüglich technologischer Risiken (chemische Zusatzstoffe und Klonen) besorgter sind als bezüglich biologischer. Trotz klarer Vorteile ist also die Wahrnehmung der Lebensmittelsicherheit bei kultiviertem Fleisch ungewiss.

Innovative Produkteigenschaften: Strenge Kontrollen während des Herstellungsprozess könnten es ermöglichen, Produkte mit Nährstoffen anzureichern104,105,106,107,108 und den Gehalt ungesunder Fette zu reduzieren.109 So ließen sich Verbraucher, die gesündere Lebensmittel nachfragen, ansprechen110 und Mangelernährung in ärmeren Bevölkerungsgruppen vorbeugen. Außerdem könnten Hersteller auch verschiedene gastronomische Eigenschaften verändern, zum Beispiel mithilfe neuartiger Aromen, Farben oder Texturen.111 Der Kultivierungsprozess ermöglicht auch die Produktion von exotischem oder anderweitig seltenem Fleisch112,113, welches – zusätzlich zum potentiellen kommerziellen Interesse – auch viele legale114 und illegale115 Märkte für das Fleisch exotischer und bedrohter Arten ersetzen könnte.

Verbessertes ethisches Profil: Europäische Konsumenten/innen äußern ebenfalls vermehrt Bedenken hinsichtlich des Einflusses der Fleischproduktion auf Lebensmittelsicherheit, Umwelt und Tierschutz.116,117,118,119,120,121,122,123 So gibt es Hinweise, dass Konsumenten/innen bereit wären, mehr für Produkte mit Sicherheitshinweisen zu zahlen, insbesondere für Produkte bekannter Marken.124 In den letzten Jahren hat sich der Tierschutz zu einem entscheidenden Faktor der ethischen Beurteilung von Marken entwickelt. Höhere Kosten stellen dabei das größte Hindernis für den Kauf als ethisch wahrgenommener Produkte dar.125,126,127 Demzufolge könnten bereits etablierte Fleischproduzenten die Möglichkeit nutzen, die öffentliche Wahrnehmung ihrer Marken in Bezug auf Lebensmittelsicherheit und Tierschutz zu verbessern, indem sie ihre Produktion auf kultiviertes Fleisch umstellen.128 Tatsächlich zieht bereits mindestens eine internationale Marke diese Möglichkeit in Betracht.129

Potential der Marktexpansion: Gegeben den wahrscheinlichen Fall, dass kultiviertes Fleisch sich als erheblich kosteneffizienter als herkömmliche Verfahren herausstellen sollte, ist ein proportionaler Rückgang des Marktwertes von Fleischprodukten zu erwarten. Der resultierende wesentlich geringere Verkaufspreis130 stellt eine potentielle Win-win-Situation dar: Auf der einen Seite wären mehr einkommensschwache Bevölkerungsgruppen in der Lage, sich Fleischprodukte mit einer höheren Nährwert- und Energiedichte zu leisten. Auf der anderen Seite würden die Hersteller gleichzeitig von einer Umsatzsteigerung aufgrund der Erschließung dieses neuen Absatzmarktes profitieren.

Tierschutz

Keine Notwendigkeit für Schlachtungen: Der wahrscheinlich größte Vorteil von kultiviertem Fleisch gegenüber der konventionellen Produktion ist, dass während der Herstellung keine Tiere getötet werden müssen. Jede der individuellen Mutterzellen, die in die Produktion von kultiviertem Fleisch verwendet werden, kann sich vielfach vermehren und jedes Spendertier besitzt Milliarden solcher Zellen. Demnach ist die Anzahl der Tiere, die man für Gewebeproben benötigt, um mehrere Größenordnungen geringer als bei konventioneller Fleischproduktion. Abhängig von der Methode und dem genutzten Zelltypus könnte eine einzelne „Mutterzelle“ theoretisch den jährlichen globalen Bedarf für Fleischprodukte liefern, bevor sie ersetzt werden müsste.131 Dennoch machen die natürlichen Unterschiede zwischen den Zellproben ihren Gebrauch in frühen Phasen der Grundlagenforschung unmmöglich. Daher würden wahrscheinlich zu Beginn genetisch modifizierte Zelllinien genutzt werden, da diese über verschiedene Chargen hinweg homogener sind. Allerdings sind genetische Veränderungen für die eigentliche Lebensmittelproduktion nicht notwendig. Eine genetisch veränderte Zelllinie könnte jedoch physisch unsterblich gemacht werden, sodass eine einzelne Gewebeprobe von einem einzigen Tier theoretisch ausreichen würde, um den endlosen zukünftigen Bedarf zu decken.

Minimale Schädigung: Mithilfe einer Biopsienadel, einer Art Spritze, wird einem Tier ein kleiner Teil der Stammzellen entnommen. Dieser gängige medizinische Vorgang dauert nur wenige Minuten, kann unter lokaler Anästhesie oder Vollnarkose durchgeführt werden und birgt nur ein geringes Risiko langfristiger Komplikationen.132 Verglichen mit dem lebenslangen Leid der Tiere in der Fleischindustrie stellt diese Methode also insgesamt eine vernachlässigbare Schädigung dar.

Bedenken bezüglich des Nährmediums: Momentan ist fötales Kälberserum (FBS) ein zentraler Bestandteil des Standardnährmediums, das in Biotechnologielaboren genutzt wird, um wachsende Zellkulturen mit Nährstoffen zu versorgen. Zur Gewinnung des Serums muss eine schwangere Kuh geschlachtet werden, um dem lebenden Fötus ohne Anästhesie Blut aus dem Herzen zu entnehmen.133 Dieser ausgesprochen inhumane Vorgang stellt bisher ein großes Problem für das ethische Profil von kultiviertem Fleisch dar. Ideale Nährmedien sollten frei von Bestandteilen tierischen Ursprungs sein. Prototypen von Nährmedien auf der Basis von Pflanzen, Pilzen und Mikroalgen wurden bereits kürzlich vorgestellt.134,135,136,137,138,139,140 Die Mikroalgenproduktion wurde auch in spekulativen Lebenszyklusanalysen von groß angelegten Produktionssystemen für kultiviertes Fleisch berücksichtigt.141,142 Obwohl pflanzenbasierte Medien weiter verbessert werden müssen, um mit der Effektivität von FBS konkurrieren zu können, existieren also bereits vielversprechende Machbarkeitsnachweise dafür, dass für die Produktion von kultiviertem Fleisch keine Bestandteile von geschlachteten Tieren notwendig sind. Darüber hinaus verwenden fast alle Biotechnologielabore FBS lediglich aus einem Mangel an Alternativen, da die Heterogenität in der Zusammensetzung verschiedener Chargen oft zu widersprüchlichen Daten führt, wenn mehr als eine Charge pro Studie genutzt wird. Daher besteht ein starker Anreiz für die Biotechnologieindustrie, hochgradig übereinstimmende Nährmedien zu entwickeln, die serienmäßig aus Rohmaterialien gefertigt werden können.143

Herausforderungen bei der Entwicklung von kultiviertem Fleisch

Aktuelle Situation

Finanzielle Förderung von Grundlagenforschung: Ein großer Teil der biotechnologischen Grundlagenforschung, die benötigt wird, um kultiviertes Fleisch in Massen zu produzieren, muss erst noch durchgeführt werden. Dies schließt Studien zu optimalen Zelllinien und Nährmedien ein.144 Es gibt bisher allerdings keine wissenschaftlichen Abteilungen oder Institute, die sich ausschließlich mit der Erforschung und Entwicklung von “zellulärer Landwirtschaft” [cellular agriculture], d.h. der Herstellung von Nahrungsmitteln mithilfe von Zellkulturen, als eigenständige Studienfächer befassen.145 Dies wird auch dadurch veranschaulicht, dass alle kürzlich kultivierten tierlichen Produkte (Rinderhack, Leder, Milch etc.) aus teuren Verfahren entstanden sind, die für den Einzelfall von verwandten Gebieten der Biotechnologie angepasst wurden. Der Großteil der Forschung im Bereich der zellulären Landwirtschaft wurde bisher in voneinander unabhängigen Projekten durchgeführt und erhielt daher kaum akademische Aufmerksamkeit. Laufende Projekte mit vielversprechenden langfristigen Strategien werden aktuell aufgrund des großen Mangels an finanzieller Förderung zurückgehalten.

Wenige Wissenschaftler: Im Gegensatz zur gängigen Darstellung in den Medien findet die Entwicklung von zellulärer Landwirtschaft aktuell nur wenig wissenschaftliche Beachtung – kultiviertes Fleisch inbegriffen. Eine Expertenschätzung geht von weltweit fünf Personen aus, die sich ausschließlich mit zellulärer Landwirtschaft beschäftigen. Weitere 50–100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in verwandten Fachrichtungen hätten in unterschiedlichem Ausmaß Interesse an dem Gebiet geäußert.146

Genetische Veränderung: Genetische Veränderungen (GV) sind grundsätzlich zu keinem Zeitpunkt der Produktion von kultivierten Fleisch notwendig. Sie können dennoch in der Anfangsphase der Forschung erforderlich sein (siehe: Bedenken bezüglich des Nährmediums) sowie unter Umständen genutzt werden, um die ökonomische Rentabilität in der Zukunft zu sichern. Deshalb sollten sie als mögliches Hilfsmittel nicht ausgeschlossen werden.147 Bei der Nutzung von GV in der Produktion von kultiviertem Fleisch ist konsequente Transparenz von entscheidender Bedeutung, um öffentlichen Bedenken bezüglich der Sicherheit von GV-Lebensmitteln vorzubeugen.

Produktnachahmung: Beide Produkte, die bisher aus kultiviertem Fleisch hergestellt wurden, bestanden aus Rindfleischzellen: ein Hamburger148 und eine Frikadelle149. Der Beschreibung nach wiesen beide eindeutig einen fleischähnlichen Geschmack auf. Allerdings fehlten gewisse Eigenschaften wie Saftigkeit und Fett. Die Teams hinter der Entwicklung gehen davon aus, dass bereits existierende Technologie genutzt werden kann, um Geschmack, Konsistenz und die Nährstoffzusammensetzung zu verbessern.150,151 Schwierigkeiten im Nachbilden von komplexen Strukturen wie Steak, Hühnerbrust und Schinken limitieren bisher das Spektrum der umsetzbaren kultivierten Fleischprodukte auf Hackfleisch. Erhebliche Verbesserungen sind nötig, um diese Schwierigkeiten zu bewältigen.152 Produkte aus Rinderhack bis zur Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, ist weit weniger anspruchsvoll und deshalb der aktuelle Schwerpunkt der Entwicklung.153,154 Dieser Ansatz scheint am besten geeignet, um kultiviertem Fleisch einen Platz neben beliebten Fleischprodukten in Supermarktregalen zu sichern. Dies wird entscheidend dabei sein, die nötige Akzeptanz für weitere kultivierte Produkte zu erlangen, sobald diese eingeführt werden.

Nährmedium: Auch wenn Prototypen von tierfreien Nährmedien existieren und bereits für die Herstellung von Muskelgewebe genutzt wurden155,156,157,158,159, wird die Entwicklung in diesem Bereich dadurch behindert, dass noch keine optimalen Zelllinien gefunden wurden. Denn individuelle Zelllinien benötigen oftmals individuelle Medienrezepturen, um sich zu vermehren. Bisher scheint Biomasse aus Mikroalgen die optimale Quelle für Nährstoffe von Nährmedien zu sein. 160,161 Doch die Algen in ausreichender Menge für die Massenproduktion von kultiviertem Fleisch herzustellen, birgt einige technische Herausforderungen. Viele von diesen (inklusive der Skalierung von kostengünstigen Photobioreaktoren) werden momentan bereits für die Anwendung in scheinbar unverwandten Gebieten wie Biokraftstoffen162,163 und Tiernahrung164 angegangen.

Energieanforderungen: Eine kürzlich publizierte Lebenszyklusanalyse der Produktion von kultiviertem Fleisch zeigt, dass – trotz geringerem Land- und Wasserverbrauch als bei konventioneller Produktion – der Energieverbrauch verglichen mit vorherigen Schätzungen sehr viel höher sein könnte.165 Allerdings extrapolierte die Analyse Daten basierend auf Annahmen von Technologie, die bisher nicht existiert, und widerspricht früheren Ergebnissen, weshalb auch diese Ergebnisse spekulativ sind.166

Kosten: Das einzige private Unternehmen, das momentan kultiviertes Rindfleisch herstellt, berichtet von Produktionskosten von 36.200€/kg.167 Das ist bereits achtzehn Mal günstiger als der 650.000€/kg-Burger, der 2013 vorgestellt wurde. Ein führender Forscher gab Ende 2015 an, dass unter idealen Bedingungen die Kosten von kultiviertem Rindfleisch bereits jetzt auf 60€/kg reduziert werden könnten, indem pharmazeutische Bioreaktor-Technologie mit bereits existierenden Gewebekulturtechniken kombiniert wird.168 Sicherlich sollten die Kosten für kultiviertes Fleisch in Zukunft mit denen für reguläres Fleisch konkurrieren. Allerdings ist der momentane Durchschnittspreis von Fleisch169 aufgrund hoher staatlicher Subventionen der landwirtschaftlichen Tierhaltung künstlich niedrig.

Öffentliche Wahrnehmung

Medienberichterstattung: Berichte über kultiviertes Fleisch sind in der Regel positiv, wobei oftmals die Umweltvorteile hervorgehoben werden.170 Im Sommer 2013 kamen zwei unabhängige Ereignisse mit großer Medienaufmerksamkeit zusammen: ein TED Talk über kultiviertes Fleisch und Leder im Juni171 und die erste öffentliche Verkostung eines kultivierten Burgers im britischen Fernsehen im August172. Nach der Vorstellung von kultiviertem Fleisch auf dem Weltwirtschaftsforum 2015173,174 wurde Anfang 2016 ein Startup für kultiviertes Fleisch gegründet, was auf großes öffentliches Interesse stieß.175 Nichtsdestotrotz geben Presseberichte oftmals falsche Entwicklungsstadien wider, was zu unrealistischen Vorstellungen über das Ausmaß des Fortschritts in diesem Bereich führt.176

Einstellung der Verbraucher/innen: In einer klein angelegten Studie wurden niederländische Konsumenten/innen gefragt, ob sie kultiviertes Fleisch kaufen
würden, sobald es erhältlich ist. Knapp die Hälfte (43%) der Befragten, die zusätzlich auch über die Umweltvorteile informiert wurden, gaben eine positive Antwort. Der Hinweis auf Umweltvorteile führte dabei fast zu einer Verdopplung verglichen mit denen, die nur grundlegende Informationen über die Technologie erhielten (25% positive Antworten).177 Neueste Onlineumfragen in sozialen Medien und den Nachrichten zeigen, dass 7 von 10 Befragten kultiviertes Fleisch probieren würden, sobald es erhältlich ist.178,179,180

Ausgewählte Bedenken über kultiviertes Fleisch

Einwand: Kultiviertes Fleisch ist unnatürlich und deshalb ungesund / gefährlich / unerwünscht.

Erwiderung: Dieses Argument beruht auf der Annahme, dass das, was natürlich ist, auch gut ist, während das, was unnatürlich ist, schlecht ist. Allerdings zeigen Beispiele wie Naturkatastrophen oder chirurgische Operationen, dass diese Gleichstellung fraglich ist: Etwas kann natürlich und schlecht sein oder unnatürlich und gut. Die Aussage, dass kultiviertes Fleisch “unnatürlich” sei, impliziert nicht automatisch, dass es unerwünscht ist. Aussagen dieser Art sind eher als Kritik gegen inhärente Eigenschaften der Industrialisierung zu sehen anstatt als Kritik an spezifischen Technologien. Denn es ist unklar, warum kultiviertes Fleisch im Speziellen unnatürlich ist, aber landwirtschaftliche Tierhaltung nicht. Es gibt aktuell wenig Ähnlichkeit zwischen der Natur und der industriellen Fleischproduktion in Bezug darauf, wie Tiere gezüchtet, gefüttert und geschlachtet werden.

Einwand: Kultiviertes Fleisch ist kein ethischer Fortschritt, solange dafür fötales Kälberserum benutzt wird.

Erwiderung: Nur kultiviertes Fleisch, was ohne tierische Nährmedien auskommt, ist ethisch gänzlich unproblematisch. Wir betrachten die Entwicklung von tierfreien Nährmedien als Notwendigkeit für die Entwicklung von kultiviertem Fleisch und unterstützen deshalb entschieden Bemühungen in diese Richtung.

Einwand: Auch wenn kultiviertes Fleisch eine kurzfristige Lösung darstellen könnte, so verändert es doch nicht die grundsätzliche Haltung den Tieren und der Umwelt gegenüber und ist deshalb langfristig schlecht.

Erwiderung: Es ist in der Tat wichtig, sich mit den grundsätzlichen speziesistischen Haltungen in der Gesellschaft zu befassen, da diese bestimmen, wie nicht-menschliche Tiere zukünftig behandelt werden. Allerdings trägt die Entwicklung von kultiviertem Fleisch indirekt zu langfristigen Änderungen gesellschaftlicher Normen und Haltungen bei. Denn der kulturell tief verankerte Fleischkonsum, der aktuell das Töten empfindungsfähiger Wesen voraussetzt, prägt unser Verhältnis zu nicht-menschlichen Tieren vor. Durch kultiviertes Fleisch müssten wir nun nicht mehr das eigene tägliche Verhalten mit speziesistischen Argumenten verteidigen, sondern könnten das Leid nicht-menschlicher Tiere in den Mittelpunkt rücken, sowohl auf der individuellen als auch auf der politischen Ebene. Demnach kann kultiviertes Fleisch den Übergang von der heutigen stark speziesistischen Gesellschaft zu einer eher antispeziesistischen Gesellschaft erleichtern. Im Allgemeinen jedoch muss jede ideale Lösung technologische Ansätze und solche, die gesellschaftliche Einstellungen direkt beeinflussen, miteinander kombinieren, um nachhaltige Veränderungen zu erzielen.

Fazit

Die schrittweise Ablösung der landwirtschaftlichen Tierhaltung durch die Produktion von kultiviertem Fleisch scheint sowohl Tierleid als auch das Risiko menschlicher Krankheiten sowie Umweltprobleme minimieren zu können. Bis kultiviertes Fleisch jedoch mit konventionellen Fleischprodukten konkurrieren kann, müssen sehr schwierige, teure und aufwändige Herausforderung überwunden werden, die viele Jahre intensiver Arbeit in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen erfordern. Da die Forschung an kultiviertem Fleisch bisher allerdings wenig Aufmerksamkeit erhalten hat, ist es relativ leicht, Grundlagenforschung zu betreiben, die sich später als katalytisch für weitere Entwicklungen erweisen könnte. Angesichts der potentiell enorm großen Vorteile für das Wohlergehen von Tieren und Menschen sind wir davon überzeugt, dass es eine sinnvolle Investition ist, die Produktion von kultiviertem Fleisch zu beschleunigen.

Deshalb unterstützen wir folgende Bestrebungen:

1. Finanzierung und Förderung des wissenschaftlichen Interesses an zellulären Landwirtschaft

Aufgrund der großen Unsicherheit sollte Grundlagenforschung im risikoarmen Forschungsumfeld der akademischen Welt finanziell durch Regierungen und NGOs gefördert werden. So kann sichergestellt werden, dass die Ergebnisse öffentlich zugänglich sind. Dies ermöglicht eine weltweite, fachübergreifende und weiträumige Einführung und Verfeinerung der Technik. Vor allem die Erforschung geeigneter Zelllinien, eines nachhaltigen und tierfreundlichen Nährmediums sowie eines essbaren Gewebegerüstes für komplexere Fleischprodukte sollte unterstützt werden.

2. Schaffung eines öffentlichen Bewusstseins über die Vorteile von kultiviertem Fleisch

Sobald eine verlässliche Forschungsgemeinschaft existiert, können Unternehmer/innen mit dem Vertrieb und der Vermarktung von kultiviertem Fleisch beginnen. Es ist möglich, dass sich der dadurch entstehende Markt schnell ausdehnt, wenn zu diesem Zeitpunkt bereits ein signifikantes öffentliches Interesse an zellulärer Landwirtschaft besteht.

3. Erleichterung der Entwicklung von kultiviertem Fleisch durch politische Veränderungen

Staatliche Subventionen und erhöhte nationale Budgets für die Forschung in den Bereichen Biotechnologie und Agrotechnologie können die Entwicklung von kultivierten Produkten beschleunigen. In Zusammenarbeit mit den relevanten Forschungsgruppen sollten darüber hinaus angemessene Rahmenbedingungen für eine reibungsvolle Erforschung und Testphase geschaffen werden.

Quellenangaben

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