Sentience Politics ist eine antispeziesistische Denkfabrik, die sich für eine Gesellschaft einsetzt, in der die Interessen aller empfindungsfähigen Wesen ethisch berücksichtigt werden – unabhängig von der Artzugehörigkeit. Zu unseren Aktivitäten gehören die Lancierung politischer Initiativen und die Erarbeitung wissenschaftlich fundierter Positionspapiere, mit denen öffentliche Debatten zu wichtigen Themenkomplexen angestoßen und rational geprägt werden sollen.

Unser Leitkonzept ist der effektive Altruismus: Die zur Verfügung stehenden Ressourcen – Zeit und Geld – sind limitiert. Wie können wir sie so einsetzen, dass möglichst effektiv Leid vermindert wird? Sentience Politics verfolgt einen kritisch-rationalen, empirisch fundierten Ansatz, um die effektivsten Strategien zur Leidminderung zu identifizieren. Dies spiegelt sich auch in der Auswahl und Priorisierung der von uns bearbeiteten Themenkomplexe wider:

  • Die Reduktion von Tierleid in der Landwirtschaft stellt aufgrund des enormen Ausmaßes aus effektiv-altruistischer Sicht eine hohe Priorität dar (60 Milliarden Landtiere werden pro Jahr für den Konsum von Tierprodukten getötet) . Als einen möglichen Lösungsansatz für das Problem lanciert Sentience Politics Initiativen zur gesellschaftlichen Förderung einer pflanzlichen Ernährung. Zusätzlich erarbeiten wir in unserem Positionspapier zur nachhaltigen Ernährung rationale Argumente für eine pflanzliche Ernährung.
  • Da eine großflächige Änderung der Ernährungsgewohnheiten nur schwer umsetzbar ist, stellt die Entwicklung von kultiviertem Fleisch (welches im Gegensatz zu konventionellem Fleisch kaum Tierleid verursacht) einen weiteren effektiven Ansatzpunkt dar. Sentience Politics arbeitet in einem Positionspapier die Vorteile von kultiviertem Fleisch heraus und schlägt vor, die Entwicklung der Technologie staatlich zu fördern.
  • Es ist entscheidend, auch die zugrundeliegenden speziesistischen Einstellungen langfristig zu verändern. Grundrechte für nichtmenschliche Primaten stellen einen vielversprechenden Ansatzpunkt dar, mit dem der in der Gesellschaft verankerte Speziesismus direkt herausgefordert werden kann. Sentience Politics beteiligt sich mit einem Positionspapier und politischen Initiativen an der Debatte.
  • Darüber hinaus befasst sich Sentience Politics auch mit weiterführenden und vernachlässigten Themen, bei denen das Leidausmaß potentiell enorm ist. Dies schließt zum einen Wildtierleid und zum anderen mögliche digitale Empfindungsfähigkeit mit ein.

Neben der politischen Arbeit verfolgt Sentience Politics Meta-Strategien mit hoher Hebelwirkung, die für die Stärkung der gesamten Tierrechtsbewegung instrumentell entscheidend sein könnten. Dazu gehört die systematische Verbreitung des Effektivitätsgedankens sowie der Idee des effektiven Spendens: Da der Mangel an finanziellen Ressourcen ein wesentliches Hindernis für das Wachstum der Tierrechtsbewegung darstellt, könnte die Lösung dieses Problems strategisch von zentraler Bedeutung sein.

Stiftung für Effektiven Altruismus

Sentience Politics wurde Ende 2013 als Projekt der Stiftung für Effektiven Altruismus (EAS) lanciert. Die EAS ist eine unabhängige Denkfabrik und Projektschmiede im Schnittbereich von Ethik und Wissenschaft, gegründet von einem jungen, interdisziplinären Team. Sie ist Teil der schnell wachsenden sozialen Bewegung des Effektiven Altruismus (EA) und bezweckt, die Lebensqualität möglichst vieler leidensfähiger Wesen möglichst umfassend zu verbessern. Um dieses Ziel effektiv zu erreichen – d.h. um mit unseren limitierten Ressourcen (Zeit und Geld) möglichst viel bewirken zu können – bedienen wir uns eines kritisch-rationalen, empirisch fundierten Ansatzes.


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